Die richtige Ernährung ist Grundvoraussetzung für eine gute Gesundheit. Das gilt nicht nur für uns Menschen, sondern auch für unsere Haustiere. In diesem Blogbeitrag erkläre ich, warum Deine Katze mit Nassfutter aus der Dose anstatt Trockenfutter bessere Chancen auf ein langes, gesundes Leben ohne lebensbedrohliche, schmerzhafte und auch häufig teure Krankheiten hat.

Zwar wächst die Zahl der Tierärzte, die Nassfutter für Katzen propagieren, aber genau wie in der Humanmedizin wird auch im Studium der Veterinärmedizin noch zu wenig auf Einflüsse der Ernährung auf die Gesundheit eingegangen, mit der Folge, dass noch immer eine Reihe von Veterinären Trockenfutter billigen oder gar empfehlen. Darüber hinaus sind viele der wissenschaftlichen Studien zum Thema nicht unabhängig, sondern von der Tierfutterindustrie finanziert, und daher genauso glaubwürdig wie Studien von Philip Morris oder Nestle zur Auswirkung von Tabak oder Zucker auf den menschlichen Organismus.

Ungesundes Trockenfutter

Die drei Hauptfaktoren warum Trockenfutter ungesund für Katzen ist, sind:

  • Der Wassergehalt ist zu niedrig. Dies schafft ideale Bedingungen für schmerzhafte und potenziell lebensbedrohende Erkrankungen der Harnwege, z.B. Harnröhrenverstopfungen oder Infektionen. Auch die Bildung von Zysten kann in den meisten Fällen vermieden werden, wenn man den von Natur aus eher trinkfaulen Tieren Nassfutter anbietet und dies am besten auch noch mit Wasser verdünnt. Zur Veranschaulichung: Trockenfutter hat einen Wasseranteil von 5% bis 10%. Das durchschnittliche Beutetier einer Katze besitzt einen Flüssigkeitsanteil von 70% bis 75%.
  • Der Kohlehydratanteil ist viel zu hoch. Dies kann zu Diabetes, Fettsucht und Darmerkrankungen führen. Aber auch Trockenfutter mit weniger Kohlehydraten ist für Katzen ungeeignet. Zum einen ist der Wasseranteil ist immer noch zu niedrig. Zum anderen werden die wenigen nach dem rabiaten Herstellungsvorgang verbliebenen Nährstoffe auch noch in ihrer molekularen Zusammensetzung verändert.
  • Mit Trockenfutter bekommen Katzen das falsche Protein verabreicht. Anders als Hunde oder Menschen sind Katzen reine Fleischfresser. Ohne tierische Proteine geht die Katze ein. Trockenfutter wird aber stark mit pflanzlichen Proteinen angereichert, meist auf Getreidebasis. Dies ist ein wunderbares Mittel, um die Profitmargen der Tierfutterhersteller zu vergrößern. Bei Deiner Katze allerdings hat es den gleichen Effekt, den eine ausschließlich auf Fast Food basierende Diät auf uns Menschen hat. Inzwischen wird auch schon getreidefreies Futter angeboten. Aber aufgepasst: häufig wurde das Getreide durch Erbsen oder Kartoffeln ersetzt und nicht durch tierisches Protein.

Weitere negative Auswirkungen sind:

  • Bakterielle Verunreinigung kann zu Durchfall und Erbrechen führen.
  • Aufgrund der Anreicherung mit Getreide kann es zu teilweise sehr starken Pilzvergiftungen kommen.
  • Insekten und ihre Ausscheidungen können Atemwegsprobleme verursachen.
  • Viele Trockenfutter enthalten Zutaten, die allergische Reaktionen auslösen können.

„Meiner Katze geht’s doch gut“

„Mir geht’s doch gut“ sagt auch der Raucher bis er dann den Lungenkrebs diagnostiziert bekommt. Allerdings kann der im Gegensatz zu Deiner Katze bereits beim ersten Anzeichen von Schmerzen zum Arzt gehen. Bei Deiner Katze wirst Du Symptome eines Diabetes oder das Blut im Urin oder die Tatsache, dass sie aufgrund der blockierten Harnröhre überhaupt nicht mehr uriniert oder die Entzündungssymptome oder die Symptome für Asthma, Nierensteine oder Krebs wahrscheinlich erst im fortgeschrittenen Krankheitsstadium erkennen. Oder, anders ausgedrückt, Krankheiten bleiben lange unentdeckt, und der Katze augenscheinlich geht’s gut - bis es dann zu spät ist. Deshalb lasse ich den Spruch „Meiner Katze geht’s doch gut“ auch nicht gelten. Ich plädiere für vorbeugende Maßnahmen und eine der wichtigsten und am einfachsten umzusetzende ist eine artgerechte Ernährung, die zum Beispiel aus Nassfutter mit geringem Kohlehydratanteil aus der Dose besteht.

Ist Trockenfutter gut für die Zähne?

Auch dieses Argument wird häufig von den Trockenfutteradvokaten ins Feld geführt. Nur leider ist es wissenschaftlich nicht haltbar. Katzen zerkauen Trockenfutter nicht wie propagiert, sondern schlucken es in recht großen Stücken. Auch scheuert es nicht an den Zähnen, sodass es dort irgendwie einen positiven Effekt erzielen könnte, sondern es zersplittert im Maul. Es hat damit genau wie Nassfutter aus der Dose keinen Effekt auf die Dentalhygiene Deiner Katze. Wenn Du etwas Gutes für die Zähne Deiner Katze machen möchtest kannst Du zwei Dinge tun. Zum einen kannst Du das Katzengebiss regelmäßig bürsten, und zum anderen kannst Du Deiner Katze hin und wieder mal ein Stück rohes Fleisch füttern. Das ist nicht nur gesund, sondern stärkt auch die Kaumuskulatur.

Nassfutter für Katzen ist teurer als Trockenfutter

Angesichts der Tatsache, dass Du wahrscheinlich keine Krankenversicherung für Deine Katze hast läuft es am Ende darauf hinaus, ob Du heute zahlst oder erst später, dann allerdings für die Arztkosten.

Wie Du die Ernährung Deiner Katze sanft umstellst, erfährst Du hier.