Zecken können tödliche Krankheiten übertragen, daher ist es wichtig, dass Du sie so schnell wie möglich entfernst. Hier erkläre ich, wie Du Deinen Hund oder Deine Katze am besten von diesen gefährlichen Parasiten befreist.

Bereite folgende Dinge vor: eine Pinzette, Latexhandschuhe, Wundalkohol und einen verschließbaren Behälter. Wenn Du hast, leg Dir medizinische Reinigungstücher oder etwas anderes zur Wunddesinfizierung bereit.

Zieh Dir die Handschuhe über. Wir alle haben kleine Bruchstellen in der Haut, die wir zwar nicht spüren, durch die wir jedoch infiziert werden können. Zecken können auch Menschen mit schweren Krankheiten, wie z.B. einer Gehirnhautentzündung, anstecken. Better safe than sorry.

Wenn Du Deinem Tier die Zecke herausziehst, wird es dies als sehr unangenehm empfinden, eventuell sogar starken Schmerz empfinden. Auf der anderen Seite muss es ruhigbleiben, damit Du die Zecke sauber entfernen kannst. Tue also alles Mögliche, dass Dein Tier entspannt und locker ist, wenn Du mit der Operation beginnst. Stell sicher, dass alles was Du dazu benötigst in Reichweite ist. Wenn noch eine andere Person anwesend ist, bitte diese, das Tier in einen festen Griff zu nehmen.

Nimm die Pinzette und nimm die Zecke so nah wie möglich am Körpers Deines Tieres in die Zange. Am besten eignen sich die spitz zulaufenden Pinzetten. Aber pass auf, dass Du nicht Dein Tier zwickst.

Dann ziehe die Zecke mit gleichmäßigem Druck in einer geraden Bewegung heraus. Gehe dabei gefühlvoll vor und zerdrücke die Zecke nicht! Ruckle beim Herausziehen nicht daran, und versuche auch nicht, sie herauszudrehen. Es kann passieren, dass Teile des Zeckenmundes in der Wunde zurückbleiben. Dann solltest Du einen Tierarzt aufsuchen.

Die Zecke tötest Du, indem Du sie in einem verschließbaren Behälter in Alkohol einlegst. Diesen bewahrst Du dann auch noch eine Weile auf, für den Fall, dass Dein Tier Symptome zeigen sollte.

Vergiss nicht, die Wunde zu desinfizieren. Wenn sie weiterhin stark rotgefärbt bleibt oder sie sich gar entzündet, suche umgehend einen Tierarzt auf.

Zum Schluss gibst Du Deinem Tier eine Belohnung.

In den allermeisten Fällen findet ja eh keine Übertragung von Krankheitserregern statt, selbst wenn Teile der Zecke in der Wunde steckenbleiben. Trotzdem solltest Du weiterhin achtsam bleiben.

Wenn Du während der folgenden Wochen die Symptome Fieber, Müdigkeit, Appetitlosigkeit, geschwollenen Lymphknoten oder eine Unlust sich zu bewegen erkennst, gehe zum Tierarzt. Vergiss die eingelegte Zecke nicht mitzubringen, sie kann bei der Diagnose helfen.

Hier erfährst Du, was Du präventiv gegen Zeckenbefall machen kannst.