So simpel die Frage auch erscheinen mag, die Antwort darauf ist nicht einfach. Bei uns Menschen ist sie ja auch nicht so leicht zu beantworten. Ein den ganzen Tag sitzender Büroangestellter wird (oder sollte) weniger zu sich nehmen, als ein Hochleistungssportler. Auch ein 8- jähriges Mädchen wird andere Essgewohnheiten haben, als ein 80- jähriger Mann. Das gleiche gilt für Katzen. Der Futterbedarf variiert gemäß Alter, Gesundheit, Geschlecht, Aktivitätslevel, Stoffwechsel, genetischen Einflüssen und vielen anderen Faktoren.

Viele Katzenhalter überfüttern ihre Tiere regelmäßig, und zwar aus dem einfachen Grunde, dass sie den Anweisungen auf der Verpackung folgen. Das ist jedoch sehr blauäugig, denn die Hersteller wollen ja nun einmal Futter verkaufen und keine Diättipps geben. Das ist in der Nahrungsmittelindustrie für Menschen auch nicht anders und sicherlich mitausschlaggebend dafür, dass inzwischen mehr als 50% der Deutschen übergewichtig sind. Interessanterweise ist der Anteil übergewichtiger Katzen ähnlich hoch. Die daraus resultierenden gesundheitlichen Probleme sind dieselben: Herz- und Atemwegsbeschwerden, Diabetes, Arthritis und andere Gelenkprobleme, ein angeschlagenes Immunsystem und Probleme im Magen- und Darmbereich.

 Wieviel Futter braucht die Katze?

Die Anzahl der Kalorien variiert je nach Marke sehr stark. Auch zieren sich viele Hersteller, Angaben darüber auf den Verpackungen zu machen, sodass man die jeweilige Webseite besuchen muss, um Näheres zu erfahren.

Eine gesunde erwachsene Katze jüngeren bis mittleren Alters mit normalem Gewicht sollte täglich 53 bis 78 Kalorien pro Kilogramm Körpergewicht zu sich nehmen. Dieses Diagramm zeigt, wie eine normalgewichtige Katze im Gegensatz zu unter- und übergewichtigen Katzen aussieht. Bei älteren Katzen ist Übergewicht nicht so leicht zu diagnostizieren. Daher achtet man besser auf den Zustand der Muskeln. Wenn übergewichtige Katzen aufgrund des Alters Muskelmasse verlieren, wird man die Knochen deutlich fühlen können.

Da der Nahrungsbedarf aufgrund der oben genannten Faktoren stark variieren kann, ist es ratsam, die Katze regelmäßig zu wiegen, um so die Futtermenge anpassen zu können.

 Wie häufig soll die Katze fressen?

Der Hauptgrund für Übergewicht unter Katzen ist die Tatsache, dass viele Menschen ihren Tieren den ganzen Tag über freien Zugang zu Futter verschaffen. In freier Natur fängt die Katze mal hier eine Maus und da einen Vogel und hat so zwei bis drei Mahlzeiten pro Tag. Zwischendrin frisst sie nichts. Genau solch ein Essverhalten sollten wir unserer Katze auch beibringen. Natürlich ist dies unpraktisch für Menschen, die ihre Katze aus beruflichen Gründen den Tag über allein lassen müssen. Aber sofern Du zuhause sein kannst, solltest Du versuchen Deiner Katze nur zwei bis drei Mahlzeiten über den Tag verteilt zu geben.

Junge Kätzchen brauchen mehr Futter pro Kilogramm Körpergewicht, als ihre ausgewachsenen Artgenossen. Daher kannst Du auch gerne den Empfehlungen der Hersteller folgen, oder gib ihr einfach so viel sie möchte, und zwar drei- bis viermal täglich. Das machst Du bis sie 4 bis 6 Monate alt ist. Da die Bedürfnisse junger Kätzchen sogar noch mehr variieren, musst Du auch mehr acht auf die körperliche Entwicklung geben. Nach etwa sechs Monaten schließlich kannst Du sie wie eine erwachsene Katze füttern.

Stell immer ausreichend frisches Wasser bereit.

Vielleicht hast Du schon mal gehört, dass Trockenfutter nicht ideal für Katzen ist. Zum einen hat es nicht genügend Feuchtigkeit, um Katzen ausreichend zu hydrieren und es vor Harnwegsinfektionen zu schützen. Zum anderen hat es einfach zu viele Kohlehydrate für einen Fleischfresser wie die gemeine Hauskatze. Leider ist auch das Durstgefühl bei Katzen nicht so stark ausgeprägt, als dass sie von sich aus genug Wasser trinken würden, um den Feuchtigkeitsmangel von Trockenfutter durch vermehrtes Trinken auszugleichen. Trotzdem sollte immer mehr als genug frisches Wasser bereitstehen. Das gilt auch für Katzen, die Nassfutter oder Rohkost zu fressen bekommen.

Warum Nassfutter so sehr viel besser ist als Trockenfutter.